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Mercedes-Benz

markenlexikon

Unter diesem Markennamen ist die gesamte Palette der Produkte von drei Herstellern zusammengefasst:

  • Carl BENZ in Mannheim von 1886 bis 1926 als „Erfinder“ des Automobils. 
  • Gottlieb DAIMLER in Cannstatt von 1886 bis 1926 u.a. als „Erfinder“ des Motorrades. 
  • DAIMLER-BENZ von 1926 an als Zusammenschluß der beiden vorgenannten. 

(Daimler-Chrysler ist ein Weltkonzern von heute, in dem der Gesamtbereich Mercedes enthalten ist).
Die Firma BENZ in Mannheim und Gaggenau baute 1886 den ersten dreirädrigen Wagen, mit Antrieb durch einen Verbrennungsmotor. Seine Ehefrau BERTA BENZ fuhr mit ihren beiden jungen Söhnen erstmals die lange Strecke von Mannheim nach Pforzheim in diesem Gefährt im Jahre 1888. Der Treibstoff hieß damals übrigens LIGROIN und wurde fläschchenweise in der Apotheke verkauft. Er bekam den Namen BENZIN erst durch die Verwendung in diesen Motorkutschen.



Carl Benz


Gottlieb Daimler

Hervorragende Produkte von BENZ waren:

  • Das allseits bekannte erste Auto als DREIRAD wegen der einfachen Lenkbarkeit.
  • Der erste Vierradwagen BENZ VICTORIA von 1893.
  • Der erste brauchbare Wagen mit dem Motor vorn BENZ-PARSIFAL von 1902.
  • PRINZ-HEINRICH-WAGEN mit 105 PS ab 1908.
  • BENZ TROPFEN-RENNWAGEN von 1922/23 mit 2-Liter 6-Zyl-80 PS Mittelmotor.
Ansonsten baute Benz Gebrauchsautomobile aller Klassen und Nutzfahrzeuge.

Carl Benz verstarb hochbetagt 1929 in Ladenburg, die Familie lebt dort noch heute.
 

Die DAIMLER ( MOTORENGESELLSCHAFT ) in Bad Cannstatt war mehr auf Motorenbau fixiert, schon 1885 wurde mit dem sog. REITWAGEN praktisch das Motorrad erfunden.

1886 fuhr auch der erste DAIMLER MOTORWAGEN mit vier Rädern aber noch der alten von der Kutsche übernommenen und unhandlichen Drehschemel-Lenkung. Erst die Achsschenkellenkung System LANKENSBERGER brachte den Durchbruch.

 
Wilhelm MAYBACH war Chefkonstrukteur bei Gottlieb Daimler von Anfang an. Die Daimler-Motoren erfreuten sich großer Beliebtheit und wurden weltweit verwendet. In allen Arten von Motorfahrzeugen, z.B. auch in Motorbooten. Verschiedene Ablegerfirmen entstanden z.B. in England mit British DAIMLER und in Österreich mit Austro-DAIMLER.  Wegen der erkennbaren Erfolge der Firma kam es zu erheblichen Turbulenzen um die Besitzverhältnisse. Gottlieb Daimler verstarb schon 1900 infolge der internen Kämpfe.
Wilhelm Maybach

Hervorragende Produkte von DAIMLER waren:

  • Der sog. „REITWAGEN“ von 1885.
  • Der STAHLRADWAGEN von 1889.
  • Der erste MERCEDES-WAGEN von 1901 nach Konsul JELLINEKS Tochter „Mercedes“.
  • Die berühmte Baureihe der MERCEDES-SIMPLEX mit Kettenantrieb.
  • Excellente LUFTSCHIFF-MOTORE für die Zeppeline des ersten Weltkrieges (Paul Daimler).
  • Der Typ 28/95 PS als Rennautomobil und schneller Tourenwagen.
  • Der DREIZACKIGE STERN wurde als Markenzeichen sehr früh verwendet.
FERDINAND PORSCHE trat 1923 als Chefkonstrukteur an die Stelle PAUL DAIMLERS, der wiederum zu HORCH ging und dort Großes leistete.

Drei große Konstrukteure bleiben auf immer mit Daimler/bzw. Daimler-Benz verbunden:
Wilhelm MAYBACH, Paul DAIMLER und Ferdinand PORSCHE.



Ferdinand Porsche

DAIMLER-BENZ AG:

Am 1. Juli 1926 fusionierten die beiden Firmen Daimler und Benz.

Das nahezu gleichgeartete Produktionsprogramm beider wurde zusammengelegt. Es entstand ein äußerst leistungfähiger Großbetrieb. Erster durchschlagender Erfolg in der Motorentechnik war PORSCHES Entwurf der großen Kompressor-6-Zylinder in den Serien 400/630 die schon vor der Fusion entstanden.

Der Höhepunkt dieser großen Luxuswagen fiel mit dem Ausscheiden PORSCHES 1928 zusammen und brachte die K-Serie hervor. Rennerfolge dieser Wagen sind Legende, es sei nur der Name Caracciola erwähnt. Das Gros der Produktion betraf natürlich eher mittlere Personenwagen, die Namen trugen wie Stuttgart, Mannheim und Nürburg und selbstverständlich die Nutzfahrzeuge.

In den 30iger Jahren war dann der 8-Zylinder-Kompressor als 380/500 und 540 K die Elite. Gegen Ende dieser Jahre bereitete sich dann schon das moderne Konzept Bahn mit kleineren Motoren in Mittelklasse-Autos , die mehr konnten und preiswerter waren. Einen Höhepunkt stellte der sog. GROSSE MERCEDES Typ 770 dar von 1938 bis 1943.

 
Die Kriegszeit brachte eine Unmenge neuer technischer Entwicklungen, von denen wir heute noch profitieren (Turbolader, Scheibenbremsen, Benzineinspritzung etc.pp.).  
Ab 1946 begann bei Mercedes die Produktion wieder mit dem Vorkriegstyp 170 V. Es folgten schnell wieder Luxuswagen wie die 300er-Serie und schon sind wir in der Gegenwart angekommen ...  
Hervorragende Produkte der DAIMLER-BENZ AG waren:

  • Die Serie der sog. PORSCHE-Motoren in den S, SS und SSK sowie einigen wenigen SSKL.
  • Der überaus elegante Typ NÜRBURG 500 von 1932.
  • Der GROSSE MERCEDES 770 erstmals 1930 vorgestellt. 
  • Die 540 K –Modelle der Jahre 1936 – 1939 Sondermodell „Autobahnkurier“ u.a.
  • Die berühmten Rennwagen der Grand-Prix-Ära als sog. SILBERPFEILE.
  • Die G-Modelle als dreiachsige Militärfahrzeuge G 4 .
  • Der 170 V als Übergangsmodell und Arbeitstier der Nachkriegszeit.
  • Der 300 „Adenauer“.
  • Der 300 SL „Flügeltürer“.
  • Der „Große Mercedes“ der Neuzeit als 600 in Langausführung.
  • Der letzte Klassiker bisher 280 SE Cabriolet 3,5.
 

Wir empfehlen: Werner Oswald, Mercedes-Benz Personenwagen von 1886 bis 1986, im Motorbuch-Verlag erschienen.

Portraits Maybach und Daimler. source: Helmut Hütten, "Motoren", Motorbuchverlag Stuttgart, Umschlag

 
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