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 EMW - Wartburg - Sachsenring/Trabant was alles so in der SBZ passierte



EMW:

1945 kamen die Russen und waren sofort in BMW verliebt, kurzerhand wurde aus den ehemaligen BMW-PKW-Werken in Eisenach (siehe Lexikon BMW) die russische Aktiengesellschaft Awtovelo, die in die Falle gegangenen ehemaligen BMW-Mitarbeiter mussten weitermachen.

Außer den bekannten BMW-Motorrädern wurde der BMW 321 unverändert weitergebaut, natürlich nur für die Besatzungsmacht und den Export in Bruderstaaten. Ihm folgte 1949 der BMW 340 als Neuauflage des 326 und der unveränderte 327 als Cabrio und Coupè, beide Modelle mit dem bewährten BMW 6-cylinder 2-Liter und 55 PS.


BMW 340

BMW 326

BMW 327





EMW


BMW 321

Seit 1952 nannte man die Wagen dann EMW für Eisenacher Motorenwerke, denn BMW München hatte im Markenzeichnstreit obsiegt und baute ja auch wieder Automobile.
1955 endete die Produktion von BMW-Derivaten in Eisenach dann endgültig, 1956 auch die des IFA-DKW F 9.


BMW Derivaten

EMW


WARTBURG:

Es kam dann zur Produktionsaufnahme der WARTBURG-Modelle, die als Nachfolger des F 9 dessen Technik übernahmen und bis zum Typ 353 zweitaktend verfeinerten, bis 1988 auch für Wartburg die 2-Takt-Ära zuende ging, denn im Wartburg 1,3 viertaktete ein Lizenzbau des VW-Golf 1300/58 PS-Motors.
1991 ging auch das zu Ende, der allerletzte Wartburg verließ die alten Werkshallen von BMW, sie wurden schon bald bis auf eine (Museum) abgerissen und Opel übernahm die seit 1896 bestehende Eisenacher Fahrzeugbau-Tradition mit seinem nagelneuen Werk,

Wartburg


Typ 353

SACHSENRING:
Die Verlagerung der IFA-DKW F 9 nach Eisenach hatten seine Grund darin, dass man in Zwickau den Nachfolger des Vorkriegs-DKW F 8 fertiggestellt hatte, gebaut wurde er in den Automobilwerken Zwickau und er hieß demzufolge auch AWZ P 70 als er 1955 erschien. Er hatte den guten alten DKW-Motor mit 700 ccm und 22 PS aber die neue Karosse in Duroplast, Die AWZ wurden umbenannt in VEB Automobilwerk Sachsenring in Zwickau und ab 1958 gab es den sagenhaften Dauerbrenner TRABANT, der mit seiner „Plaste-Karosse“ den gesamten Ostblock befeuerte und sich als „Rennpappe“ zu ungeahnten Geschwindigkeitsorgien emporschwang. Der „Trabbi“ ist Legende und das eigentliche Symbol der deutschen Vereinigung sowie wesentlicher Träger der Ostalgie. Über ihn gibt es Bücher, Filme und ungezählte Geschichten.
1991 schlug auch für den Trabant das letzte Stündlein als Modell Trabant 1,1 mit VW-Lizenzbau-Motor von 1100 ccm und 40 PS aus zwei viertaktenden cylindern, aber das war eigentlich kein Trabbi mehr..........

Mehr als 3 Millionen Trabant wurden von 1958 bis 1991 gebaut und er ist der eigentliche Volkswagen des Ostens. Heute werden die Überlebenden in Ehrengehalten aber auch in Ehren tapfer weiterbenutzt – und das ist gut so.


Trabant

Trabant

Trabant


Trabant mit 1 ps



DKW F 8


AWZ P 70


AWZ P 70



Trabant




Trabant Werbung

HORCH:
Ein Kuriosum sei noch unter dem Thema Sachsenring erwähnt, nämlich der P 240, eine 3 Jahre währende, an sich traurige Geschichte: Von 1956 bis 1959 verließen circa 1.400 Stück des als Ostblock-Repräsentationswagen gedachten Ponton-Fahrzeuges die ehemaligen Horch-Werke in Zwickau. Der 2,4 Liter 6-cylinder mit 80 PS war gut, solide und unverwüstlich, eben ein echter HORCH, und nach dem kurzen Gastspiel im PKW war ihm eine lange Produktionszeit im Militärbereich beschieden.
Als P 2M und P3 Kübelwagen, analog dem früheren Kfz 15 der Wehrmacht, wurden ca. 8.000 Stück in den Barkas-Werken in Chemnitz (Damals Karl-Marx-Stadt) hergestellt und taten Dienst in der Truppe noch lange nach Produktionsende 1968.

Damit schließt sich das Kapitel Automobilbau in der SBZ/DDR, schön, dass sich jetzt wieder etwas tut in dieser traditionellen deutschen Automobil-Schmiede in Sachsen und in Thüringen.




Horch



P 240
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